Geist wirkt.


Jahreslosung 2018: 

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. (Offenbarung 21,6)

Was wollen wir mehr? Ein solcher Zuspruch Gottes für ein ganzes Jahr! Möge uns dieser Zuspruch Quelle für Motivation, Bekräftigung, Ermutigung und Zuversicht sein! Lassen wir es wirken und tragen diese Zuversicht in unsere Familien, in unseren Förderkreis, und unsere Welt!

Bildquelle ccO/ Pexels auf Sonntgsblatt.de

Kirchen, so auch unsere Kirche, sind Orte der Gemeinschaft im Glauben, Ruheorte oder Impulsorte. Ort für den Moment oder den Eindruck, Ort des Gebets und der Stille, des Jubels und der Trauer, des Liedes und der Seele. Lassen Sie sich herzlich dazu einladen und finden Sie Ihren Ort an diesem Ort!

Taizé-Andachten
sonntags, 14-tägig, 20.30 h 
Seit vielen Jahren findet eine Gruppe in der St. Aegidii-Kirche ihren Ort für die Andacht in der Tradtion von Taizé: Gebet, Lesung, Gesang, Stille. Die genauen Termine dieser Andachten finden Sie hier.

Andachten und Gottesdienste
Weitere Andachten und Gottesdienste finden innerhalb des Gottesdienstplanes der Evangelischen Kirchengemeinde Quedlinburg statt. Als Förderkreis laden wir jeweils am Tag des Offenen Denkmals zu einer Andacht mit Musik ein. Beachten Die dazu bitte unseren Veranstaltungsplan.

Wer unsere Kirche besucht, muss auch hierbei den Weg bewusst suchen, finden und gehen.  

Beziehen wir dies z.B. auf Besucher/innen Quedlinburgs, müssen sie den Weg zu unserer Kirche express suchen - diese steht nicht an den typischen Touristenpfaden. Uns so sind es dann vielleicht auch besondere Besuche: aus bewusster Planung, aus Neugier oder bewusst aus alter Verbundenheit. Jede/r die/der kommt, sorgt somit für eine beidseitige Entdeckung.


Kirchen gehören oft auf die Stadterkundungslisten - nachweislich zu 75% aus kunsthistorischem Interesse und damit nur zu einem Viertel aufgrund der Suche nach einem geistlichen Erlebnis. Mit dem Besuch aber oft der weitergehende Blick von der Kulturhistorie zur Religiosität: der dann Erlebten, der Verborgenen oder der Gelebten. Für uns immer wieder re-motivierend: gute Gespräche in unserer Kirche. Dabei immer Gespräche über unsere Kirche, ihre Geschichte und ihre Besonderheiten. Aber auch - und das fasziniert im Besonderen - ein weiterer Gesprächsfaden in diese eigene Gläubigkeit, die eigene Position zu „Kirche“ an sich und vielleicht sogar dem eigenem Bekenntnis. 

Ein solcher Faden entspinnt sich mit dem Thema, „Was bedeutet mir Kirche?“, „Welch kulturelle Bedeutung gab es und hat heute Kirche und Christentum?“ und „Welchen Sinn möge Kirche heute haben?“. Somit funktioniert der Ort: zur Begegnung, zum Einblick und zum geistig/geistlichen Austausch. 


Anfang des Jahres ruft es dabei einer brandenburger Familie in Erinnerung, dass es im Nachbarort auch einen Kirchenbauverein gibt, dessen Leistung bewusst wird und der zur möglichen Mithilfe einlädt.

Einige Öffnungszeiten später dann ein Pärchen aus Berlin, mit rheinländischen und katholischen Wurzeln. Kirchen immer auf ihren Stadtbesuchsprogrammen, aber nur noch wenig im gelebten Leben. Im Gespräch stellt sich die Frage nach dem Warum, nach den Berührungen und deren Wirkung und nach der Erkenntnis, dass Kirche nicht nur das Gebäude am Ende der Straße ist, sondern auch die theologische oder philosophische Herausforderung oder die Tradition mit steigender, eigener Bedeutung. Eine Kirchenbegenung damit als Impuls zur Reflexion einer Position, einer Lebensüberzeugnung und der eigenen Sinnfrage? Immer gern!


Jedes dieser Gespräche belohnt jedwede Mühe unseres Förderkreises - wir danken für diese guten Gespräche!


St.Aegidius
Evangelische Kirchen fokussieren sich eher weniger auf Heilige. Da unsere Kirche und ihr Namenspatron aber seit vielen hundert Jahren verbunden sind, verdient dieser Heilige eine Aufmerksamkeit. 

Ägidius ist als Sohn reicher Kaufleute in Griechenland geboren und gelang auf einer Sinnsuche nach dem Leben u.a. nach Frankreich, wo er in der Ruhe der Natur in einer Waldhöhle lebte und betete. In seiner Verbundenheit zu Gottes Welt ernährte er sich nur von dem, was ihm die Natur gab. So wird in Überlieferungen davon berichtet, dass er sich von der Milch einer Hirschkuh versorgte.

Als der regioanle Fürst während einer Jagd auf diese Hirschkuh ansetzte, stellte sich Aegidius schützend dazwischen, wurde vom Pfeil getroffen und rettete dem Tier so das Leben. Die Verletzung nahm Aegidius zum Anlass, über die Verletzlichkeit zu meditieren und sah darin eine spirituelle Herausforderung, der Verletzlichkeit von Kreaturen zuvor zu kommen. Aus Bedauern seines Handelns stiftete der Fürst ein Kloster, welchem Aegidius bis zum Lebensende vorstand und welches sich der Behandlung von kranken Menschen widmete.

Weitere Wunder wurden ihm zugerechnet, so das Lilienwunder, welches einer Frau die Fruchtbarkeit zurückgab. Er zählt zu den 14 Nothelfern und wird u.a. von Schwangeren, sowie von Menschen mit seelisch Erkrankungen oder Epilepsie angebetet. 

In seiner Zuwendung für Verletzte und Kranke mag er bis heute wirksam sein und uns an das Wunder und das Geschenk des Lebens sowie dessen Verletzlichkeit auch durch unser Handeln erinnern.